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BWV1/2/2a 244a BWV3 1143 BC [B 22]
Textdichter: Christian Friedrich Henrici = Picander
Neben den Textdruck von 1728/1729 gibt es drei weitere Textfassungen, jeweils mit Abweichungen.
- Textabschrift von C. P. E. Bach, mit anderer Textfassung in Satz 6, 7, 17, 19 (D-DElsa: Z 70, A 6 Nr. 26 Bd. I:)
Acta, betr. das Absterbens und die Bestattung des Fürsten Leopold von Cöthen 1728/9
- Textdruck Picander 1732, nur Sätze 1 - 3 und 8 - 24 Picanders Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte, Teil III, Leipzig 1732; S. 198
Trauer=Gedichte.
Trauer=Music
Bey dem Hochfürstl- Leichen=Begängniß
des Durchl.
Fürsten und Herrn,
HERRN
Leopolden,
Fürsten zu Anhalt ec.
Cöthen 1729
- Textdruck Picander 1748, nur Sätze 1 - 3 und 8 - 24 Picanders bis anhero herausgegebene Ernst-Scherzhafte und Satyrische Gedichte, auf das neue übersehen und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet (Band 1, S. 328 ff.)
Trauergedichte.
Trauermusik
bey dem hochfürstl. Leichen=begängniß
des durchl. Fürsten und Herrn,
Hrn. Leopolden, Fürsten zu Anh.alt.
Cöthen 1729
Entstehungszeit des Textes: nach 19. November 1728 (Tod von Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen) vor dem 23./24. März 1729
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Textdruck 1728/1729
(heute im Staatsarchiv Magdeburg)
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Abschrift des 15-jährigen C. P. E. Bach mit anderer Textfassung in den Sätzen 6, 7, 17, 19, vor dem 23./24. März 1729.
(D-DElsa: Z 70, A 6 Nr. 26 Bd. I:)
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Fassung Picander 1732, nur Sätze 1 - 3 und 8 - 24
Picanders Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte, Teil III, Leipzig 1732; S. 198 ff.
Trauer=Gedichte.
Trauer=Music
Bey dem Hochfürstl- Leichen=Begängniß
des Durchl.
Fürsten und Herrn,
HERRN
Leopolden,
Fürsten zu Anhalt ec.
Cöthen 1729
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Fassung Picander 1748, nur Sätze 1 - 3 und 8 - 24
Picanders bis anhero herausgegebene Ernst-Scherzhafte und Satyrische Gedichte, auf das neue übersehen und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet (Band 1, S. 328 ff.)
Trauergedichte.
Trauermusik
bey dem hochfürstl. Leichen=begängniß
des durchl. Fürsten und Herrn,
Hrn. Leopolden, Fürsten zu Anh.alt.
Cöthen 1729
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mutmassliche Parodiquelle: |
01.
Aria |
Klagt, Kinder, klagt es aller Welt, Lasst es den fernen Grenzen wissen, Wie euer Schatten eingerissen, Wie euer Landesvater fällt.
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Klagt, Kinder, klagt es aller Welt, Lasst es den fernen Grenzen wissen, Wie euer Schatten eingerissen, Wie euer Landesvater fällt.
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Erste Abtheilung.
ARIA
Klagt, Kinder, klagt es aller Welt, Laßt es den fernen Gränzen wissen, Wie euer Schatten eingerissen, Wie euer Landes=Vater fällt.
|
Erste Abtheilung
Aria.
Klagt, Kinder, klagt es aller Welt, Laßt es den fernen Gränzen wissen, Wie euer Schatten eingerissen, Wie euer Landesvater fällt.
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Parodiebezug
BWV 198/1
ovvero BWV3 247.1/1
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02
[Recitativo]
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O Land! bestürztes Land! Wo ist dergleichen Pein Wie deine Not bekannt? Die Sonne, die dir kaum am Mittag stunde, Verhüllet ihren Schein In einen Todes=Schatten ein. Ach Leopold! Der GOtt getreu, und Seinem Lande hold, Der niemals, wünschen wir, versterben hat gesollt, Wird uns zu früh entwand. O Schmerz! o Wunde! O Land! bestürztes Land!
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O Land! bestürztes Land! Wo ist dergleichen Pein Wie deine Not bekannt? Die Sonne, die dir kaum am Mittag stunde, Verhüllet ihren Schein In einen Todes=Schatten ein. Ach LEOPOLD! Der GOtt getreu, und Seinem Lande hold, Der niemals, wünschen wir, versterben hat gesollt, Wird uns zu früh entwand. O Schmerz! o Wunde! O Land! bestürztes Land!
|
O Land! bestürztes Land! Wo ist dergleichen Pein Wie deine Noth bekannt? Die Sonne, die dir kaum am Mittagstunde, Verhüllet ihren Schein In einen Todes Schatten ein. Ach LEOPOLD! Der GOtt getreu, und Seinem Lande hold, Der niemals, wünschen wir, versterben hat gesollt, Wird uns zu früh entwandt, O Schmerzz! o Wunde! O Land! bestürztes Land!
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O Land! bestürztes Land! Wo ist dergleichen Pein Wie deine Noth bekannt? Die Sonne, die dir kaum am Mittag stunde, Verhüllet ihren Schein In einen Todesschatten ein. Ach Leopold! Der Gott getreu, und Seinem Lande hold, Der niemals, wünschen wir, versterben hat gesollt, Wird uns zu früh entwand. O Schmerz! o Wunde! O Land! bestürztes Land!
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03.
Aria |
Weh und Ach Kränkt die Seelen tausendfach Und die Augen treuer Liebe Werden, wie ein heller Bach Bei entstandnem Wetter trübe.
|
Weh und Ach Kränkt die Seelen tausendfach Und die Augen treuer Liebe Werden, wie ein heller Bach Bei entstandnem Wetter trübe.
|
ARIA
Weh und Ach Kränkt die Seelen tausendfach Und die Augen treuer Liebe Werden wie ein heller Bach Bey entstandnen Wetter trübe.
|
Aria
Weh und Ach Kränkt die Seelen tausendfach Und die Augen treuer Liebe Werden wie ein heller Bach Bei entstandnem Wetter trübe.
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Parodiebezug
BWV1/2/2a 244/6
BWV3 244.1/6,
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04.
[Recitativo]
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Wie, wenn der Blitze Grausamkeit Die Eichen rührt, und das Gefieder Im Walde hin und wieder Vor Schrecken und vor Furcht zerstreut, So siehst du auch betrübtes Köthen, du. Ein treuer Untertan Fühlt allzuwohl, wie er geschlagen. Ein jeder sieht den andern an; Die Wehmut aber schleußt die Lippen zu Sie wollten wohl und können doch nicht klagen.
|
Wie, wenn der Blitze Grausamkeit Die Eichen rührt, und das Gefieder Im Walde hin und wieder Vor Schrecken und vor Furcht zerstreut, So siehst du auch betrübtes Köthen, du. Ein treuer Untertan Fühlt allzuwohl, wie er geschlagen. Ein jeder sieht den andern an; Die Wehmut aber schleußt die Lippen zu Sie wollten wohl und können doch nicht klagen.
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Die Textfassungen III. & IV.
ohne die Textabschnitte 04. - 07.
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05.
Aria |
Zage nur du treues Land, Ist dein seufzerreiches Quälen Und die Tränen nicht zu zählen, O! So denke dem Erbleichen Ist kein Unglück zu vergleichen. Zage nur, du treues Land.
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Zage nur du treues Land, Ist dein seufzerreiches Quälen Und die Tränen nicht zu zählen, O! So denke dem Erbleichen Ist kein Unglück zu vergleichen. Zage nur, du treues Land.
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Parodiebezug
BWV1/2/2a 244/8
BWV3 244.1/8
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06.
[Recitativo] |
Ach ja!
Wenn Trähnen oder Blut
Holdseelger LEOPOLD:
DICH von dem Tode könten retten
*So weinen tausend Herzen*
Die DIR und nur zu gut
Vor DICH ihr Blut gegeben hätten
O wärstu und nicht so lieb und hold
In DEINEM Regiment geblieben
So dürfften wir uns nicht so sehr **um Dich betrüben.
*So wären tausend Herzen da*
**nun
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Ach ja!
DEIN Scheiden geht uns nah,
Holdseelger LEOPOLD:
Und die wir DICH mit Schmertzen klagen,
Daß unser Sonnen=Strahl vergeht,
Der unserm Land so hold
Mit heitern Blicken aufgegangen.
O Jammer=Riß! der uns so früh entsteht,
Der unser Hertz mit bangen [Zagen/Klagen*],
Wie das gebeugte Haupt mit schwartzen Flor umschlagen.
*N.B.: Nicht eindeutig in der Handschrift zu lesen, beides denkbar
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07.
Aria
[Coro] |
Komm wieder, Theurer Fürsten=Geist,
Beseele die erstarrten Glieder,
Mit einem neuen Leben wieder,
Das ewig und unsterblich heißt.
Die Jugend rühmt, die Alten preisen:
Es hat kein Land und euer Zeit
So ungemeiner Tröstlichkeit
Als DEIN Regieren aufzuweisen.
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Komm wieder, THeurer Fürsten=Geist, Beseele die erstarrten Glieder, Mit einem neuen Leben wieder, Das ewig und unsterblich heißt. Die Jugend rühmt, die Alten preisen Das unser Land und ihre Zeit So viele Gnad und Gütigkeit Von unserm Fürsten aufzuweisen.
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Parodiebezug
BWV 198/10
BWV3 247.1/46
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08.
[Coro ?] |
Wir haben einen GOtt, der da hilfft, und einen HErrn, HErrn, der vom Tod errettet.
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Wir haben einen GOtt, der da hilfft, und einen HErrn, HErrn, der vom Tod errettet.
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Die Andere Abtheilung
Ps. LXVIII. 21.
Wir haben einen GOtt, der da hilfft, und ein=
en HErrn, HErrn, der vom Tod erret=
tet.
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Die andere Abtheilung
Ps. LXVIII. 21.
Wir haben einen Gott, der da hilft, und ein=
en Herrn Herrn, der vom Tod errettet.
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Psalm 68, 21
Siehe auch Satz 14
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09.
[Recitativo]
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Betrübter Anblick voll Erschrecken, Soll denn so bald die Gruft den Leib bedecken, Der Tod ist da, Die Stunde schlägt, das End ist nah. Mein Gott, wie kömmt mir das so bitter für, Ach! warum eilest du mit mir!
|
Betrübter Anblick voll Erschrecken, Soll denn so bald die Gruft den Leib bedecken, Der Tod ist da, Die Stunde schlägt, das End ist nah. Mein Gott, wie kömmt mir das so bitter für, Ach! warum eilest du mit mir!
|
Betrübter Anblick voll Erschrecken, Soll denn so bald die Gruft den Leib bedecken, Der Tod ist da, Die Stunde schlägt, das End ist nah. Mein GOtt, wie kömmt mir das so bitter für, Ach! warum eilest du mit mir!
ARIA
|
Betrübter Anblick voll Erschrecken, Soll denn so bald die Gruft den Leib bedecken, Der Tod ist da, Die Stunde schlägt, das End ist nah. Mein Gott, wie kömmt mir das so bitter für, Ach! warum eilest du mit mir!
|
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10.
Aria |
Erhalte mich, Gott, in der Hälfte meiner Tage, Schone doch Meiner Seele fällt das Joch Jämmerlich. Erhalte mich Gott, in der Hälfte meiner Tage.
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Erhalte mich, Gott, in der Hälfte meiner Tage, Schone doch Meiner Seele fällt das Joch Jämmerlich. Erhalte mich Gott, in der Hälfte meiner Tage.
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ARIA
Erhalte mich, GOtt, in der helfte meiner Tage, Schone doch Meiner Seele fällt das Joch Jämmerlich. Erhalte mich Gott, in der helfte meiner Tage.
|
Aria
Erhalte mich, Gott, in der Hälfte meiner Tage, Schone doch Meiner Seele fällt das Joch Jämmerlich. Erhalte mich Gott, in der Hälfte meiner Tage.
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Parodiebezug
BWV3 244.1/39?
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11.
[Recitativo]
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Jedoch der schwache Mensch zittert nur Wenn ihm die sterbende Natur Die kalte Gruft geöffnet zeiget, Wer aber stets wie unsre Fürstenseele Noch lebend auf der Welt Mehr nach dem Himmel steiget, Als sich am Eiteln feste hält Der flieht mit Lust aus dieser irdnen Höhle.
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Jedoch der schwache Mensch zittert nur Wenn ihm die sterbende Natur Die kalte Gruft geöffnet zeiget, Wer aber stets wie unsre Fürstenseele Noch lebend auf der Welt Mehr nach dem Himmel steiget, Als sich am Eiteln feste hält Der flieht mit Lust aus dieser irdnen Höhle.
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Jedoch der schwache Mensch erzittert nur Wenn ihm die sterbende Natur Die kalte Gruft geöffnet zeiget, Wer aber stets wie unsre Fürsten=Seele Noch lebend auf der Welt Mehr nach dem Himmel steiget, Als sich am eiteln feste hält Der flieht mit Lust aus dieser irdnen Höhle.
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Jedoch der schwache Mensch erzittert nur Wenn ihm die sterbende Natur Die kalte Gruft geöffnet zeiget; Wer aber stets wie unsre Fürstenseele Noch lebend auf der Welt Mehr nach dem Himmel steiget, Als sich am Eiteln feste hält Der flieht mit Lust aus dieser irdnen Höhle.
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12.
Aria |
Mit Freuden sey die Welt verlassen Der Tod kömmt mir recht tröstlich für Ich will meinen GOtt umfassen Dieser hilft und bleibt bei mir, Wenn sich Geist und Glieder scheiden.
Da Capo.
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Mit Freuden sey die Welt verlassen Der Tod kömmt mir recht tröstlich für Ich will meinen GOtt umfassen Dieser hilft und bleibt bei mir, Wenn sich Geist und Glieder scheiden.
Da Capo.
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ARIA
Mit Freuden sey die Welt verlassen Der Tod kömmt mir recht tröstlich für Ich will meinen GOtt umfassen Dieser hilft und bleibt bey mir, Wenn sich Geist und Glieder scheiden.
Da Capo
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Aria
Mit Freuden sey die Welt verlassen Der Tod kömmt mir recht tröstlich für; Ich will meinen Gott umfassen Dieser hilft und bleibt bei mir, Wenn sich Geist und Glieder scheiden.
D. C.
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Parodiebezug
BWV3 244.1/49
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13.
[Recitativo]
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Wohl also Dir, DU aller Fürsten Zier, DU kontest dir nicht sanfter betten GOtt hilft, und kann vom Tod erretten.
|
Wohl also Dir, DU aller Fürsten Zier, DU kontest dir nicht sanfter betten GOtt hilft, und kann vom Tod erretten.
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Wohl also Dir, Du aller Fürsten Zier, Du kontest dir nicht sanfter betten GOtt hilft, und kan vom Tod erretten.
Reperatur Dictum
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Wohl also dir, Du aller Fürsten Zier, Du kontest dir nicht sanfter betten; Gott hilft, und kann vom Tod erretten.
Reperatur Dictum
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14.
[Coror ?] |
Wir haben einen GOtt, der da hilfft, und einen HErrn, HErrn, der vom Tod errettet.
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Wir haben einen GOtt, der da hilfft, und einen
HErrn, HErrn, der vom Tod errettet.
|
Ps. LXVIII. 21.
Wir haben einen GOtt, der da hilfft, und ein=
en HErrn, HErrn, der vom Tod erret=
tet.
|
Ps. LXVIII. 21.
Wir haben einen Gott, der da hilft, und ein=
en Herrn Herrn, der vom Tod errettet.
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Psalm 68, 21
Siehe auch Satz 8
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15.
Aria |
Laß, Leopold, DICH nicht begraben, Es ist Dein Land, das nach DIR ruft; DU solst ein ewig sanfte Grufft In unser aller Hertzen haben.
Da Capo.
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Laß, Leopold, DICH nicht begraben, Es ist Dein Land, das nach DIR ruft; DU solst ein ewig sanfte Grufft In unser aller Hertzen haben.
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Die Dritte Abtheilung
ARIA
Laß, Leopold, dich nicht begraben, Es ist dein Land, das nach dir ruft; Du solst ein ewig sanfte Grufft In unser aller Hertzen haben.
Da Capo.
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Die dritte Abtheilung
Aria
Laß, Leopold, dich nicht begraben, Es ist dein Land, das nach dir ruft; Du sollst ein ewig sanfte Grufft In unser aller Hertzen haben.
D. C.
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Parodiebezug
BWV3 244.1/57
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16.
[Recitativo]
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Wie könt es möglich seyn, Zu leben und DICH doch vergessen? Ach nein! Wie wir wissen gar zu allgemein Was treuer Unterthanen Pflicht, Und unser Sinn ist nur dahin gericht, Auch noch DEIN Asche zu verehren. Hochseelges Haupt, Nur diß muß unsern Schmertz vermehren. Wenn, wie so früh der Tod DICH raubt, In stiller Ehrfurcht wir bey uns ermessen.
|
Wie könt es möglich seyn, Zu leben und DICH doch vergessen? Ach nein! Wie wir wissen gar zu allgemein Was treuer Unterthanen Pflicht, Und unser Sinn ist nur dahin gericht, Auch noch DEIN Asche zu verehren. Hochseelges Haupt, Nur diß muß unsern Schmertz vermehren. Wenn, wie so früh der Tod DICH raubt, In stiller Ehrfurcht wir bey uns ermessen.
|
Wie könt es möglich seyn, Zu leben und dich doch vergessen? Ach nein! Wir haben gar zu allgemein
Dein väterliches Regiment
Das mehr vor Lieb als Eifer hat gebrennt,
Erfahre und bey uns ermessen.
Die eine Zeit
Wird es der andern offenbahren,
Und also dich die Ewigkeit
In unverloschnen Rum bewahren.
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Wie könnt es möglich seyn, Zu leben und dich doch vergessen? Ach nein! Wir haben gar zu allgemein
Dein väterliches Regiment
Das mehr vor Lieb als Eifer hat gebrennt,
Erfahre und bey uns ermessen.
Die eine Zeit
Wird es der andern offenbahren,
Und also dich die Ewigkeit
In unverloschnen Rum bewahren.
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17.
Aria |
ARIA
Wird auch gleich nach tausend Zähren Sich das Auge wieder klären, Denkt doch unser Herz an DICH. Deine Huld Wird zwar durch den Tod entrissen, Unsre Schuld Bleibet aber ewiglich, Dass wir DICH verehren müssen.
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ARIA
Wird auch gleich nach tausend Zähren Sich das Auge wieder klären, Denkt doch unser Herz an DICH. Deine Huld,
Die wir nicht zu preisen wissen,
Und Gedult
Blieb uns gleichfalls ewiglich,
Wenn du nur nicht sterben müssen.
|
ARIA
Wird auch gleich nach tausend Zähren
Sich das Auge wieder klären,
Denckt doch unser Hertz an dich
Deine Huld,
Die wir nicht zu preisen wissen,
Und Gedult
Blieb uns gleichfalls ewiglich,
Wenn du nur nicht sterben müssen.
|
Aria
Wird auch gleich nach tausend Zähren
Sich das Auge wieder klären,
Denckt doch unser Hertz an dich
Deine Huld,
Die wir nicht zu preisen wissen,
Und Gedult
Blieb uns gleichfalls ewiglich,
Wenn du nur nicht sterben müssen.
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Parodiebezug
BWV3 244.1/23
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18.
[Recitativo]
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Und, Herr, das ist die Specerey,
Womit wir DEINEN Sarg verehren,
Ein ieder Unterthan
Dringt sich von allen Seiten.
Durch angenehmen Zwang und Streiten
Aus Sehnsucht vor den andern an:
Gleichsam, als solten sie die Treu,
DIR auch noch in dem Tode schweren
|
Und, Herr, das ist die Specerey,
Womit wir DEINEN Sarg verehren,
Ein ieder Unterthan
Dringt sich von allen Seiten.
Durch angenehmen Zwang und Streiten
Aus Sehnsucht vor den andern an:
Gleichsam, als solten sie die Treu,
DIR auch noch in dem Tode schweren
|
Und, Herr, das ist die Specerey,
Womit wir deinen Sarg verehren,
Ein ieder Unterthan
Dringt sich von allen Seiten.
Durch angenehmen Zwang und Streiten
Aus Sehnsucht vor den andern an
Gleichsam, als solten sie die Treu,
Dir auch noch in dem Tode schweren.
|
Und, Herr, das ist die Specerey,
Womit wir deinen Sarg verehren,
Ein jeder Unterthan
Dringt sich von allen Seiten
Durch angenehmen Zwang und Streiten
Aus Sehnsucht vor den andern an,
Gleichsam, als sollten sie die Treu,
Dirt auch noch in dem Tode schwören
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19.
Coro 1 & 2 |
ARIA
à 2. Chören.
1. Die Sterblichen. 2. Die Auserwählten
1.) Geh, Leopold, zu deiner Ruhe
2.) Und schlummre nur ein wenig ein.
1.)Unsre Ruh,
So sonst niemand außer Dir
Wird nun zu gleich mit Dir begraben.
2.) (sic) Der Geist soll sich im Himmel laben
Und Königlich am Glantze seyn.
Da Capo
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ARIA
à 2. Chören.
1. Die Sterblichen. 2. Die Auserwählten
1.) Geh, Leopold, zu Deiner Ruhe,
2.) Und schlummre nur ein wenig ein.
1.) Nun lebst DU
In der schönsten Himmels=Ruh,
Wird gleich der müde Leib begraben,
2.) Der Geist soll sich im Himmel laben,
Und Königlich am Glantze seyn.
Da Capo.
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ARIA
à 2. Chören.
1. Die Sterblichen. 2. Die Auserwehlten
1.) Geh, Leopold, zu deiner Ruh
2.) Und schlummre nur ein wenig ein.
1.) Unsre Ruh,
So sonst niemand außer Dir
Wird nun zu gleich mit Dir begraben.
2.) Der Geist soll sich im Himmel laben
Und Königlich am Glantze seyn.
Da Capo
|
Aria
à 2. Chören.
1. Die Sterblichen. 2. Die Auserwehlten
1.) Geh, Leopold, zu deiner Ruhe
2.) Und schlummre nur ein wenig ein.
1.) Unsre Ruh,
So sonst niemand, außer du
Wird nun zu gleich mit dir begraben.
2.) Der Geist soll sich im Himmel laben
Und königlich am Glantze seyn.
Da Capo
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Parodiebezug BWV3 244.1/20
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20.
Aria |
Im überlieferten Textdruck fehlt aus einem unbekanntem Grund der Text der "vierten Abtheilung". Dieser ist gemeinsam mit einem handschriflich überabeiteten Textdruck (siehe Spalte rechts), der die "vierte Abtheilung" beinhaltet, später auch gedruckt wurde, überliefert. Der Schreiber ist der 15-jährige CPEBach, der unmittelbar an der Aufführung der Trauermusik neben seinem Vater JSBach und seiner Mutter AMBach mitbeteiligt war.
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Bleibet nun in eurer Ruh,
Ihr erblaßten Fürsten=Glieder;
Doch verwandelt nach der Zeit
Unser Leid
In vergnügte Freude wieder,
Schließt uns auch die Thränen zu.
Da Capo.
|
Die vierte Abtheilung.
ARIA
Bleibet nun in Eurer Ruh,
Ihr erblaßten Fürsten=Glieder;
Doch verwandelt nach der Zeit
Unser Leid
In vergnügte Freude wieder,
Schließt uns auch die Thränen zu.
Da Capo.
|
Die vierte Abtheilung
Aria
Bleibet nun in eurer Ruh,
Ihr erblaßten Fürstenglieder;
Doch verwandelt nach der Zeit
Unser Leid
In vergnügte Freude wieder,
Schließt uns auch die Thränen zu.
Da Capo.
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Parodiebezug BWV3 244.1/65
|
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21.
[Recitativo]
|
Und Du betrübtes Fürsten=Haus,
Erhole DICH nun auch einmahl
Von DEINER Quaal.
Wie GOTTES Hand bisher
Beständig auf DICH schwer
Und voller Plagen hat gelegen,
So wird DICH auch nun in der Folge=Zeit
Ein unverrückte Fröhlichkeit
Ergötzen und verpflegen.
Die Nacht ist aus,
Der Tag bricht DIR nun heuter an.
Nun wird DIR, wie im frohen Lentzen,
Die angenehme Sonne gläntzen,
Die keine Finsterniß noch Nebel stöhren kan.
|
Und Du betrübtes Fürsten=Haus,
Erhole Dich nun auch einmahl
Von Deiner Quaal.
Wie GOttes Hand bisher
Beständig auf Dich schwer
Mit vollen Schlagen hat gelegen,
So wird Dich auch nun in der Folge=Zeit
Ein unverrückte Fröhlichkeit
Ergötzen und verpflegen.
Die Nacht ist aus,
Der Tag bricht Dir nun heiter an.
Nun wird Dir, wie im frohen Lenzen,
Ein angenehme Sonne glänten,
Die keine Finsterniß, noch Nebel stören kan.
|
Und du, betrübtes Fürstenhaus,
Erhole dich nun auch einmal
Von Ddeiner Quaal.
Wie Gottes Hand bisher
Beständig auf dich schwer
Mit vollen Schlagen hat gelegen,
So wird dich auch nun in der Folgezeit
Ein unverrückte Fröhlichkeit
Ergötzen und verpflegen.
Die Nacht ist aus,
Der Tag bricht dir nun heiter an.
Nun wird dir, wie im frohen Lenzen,
Ein angenehme Sonne glänzen,
Die keine Finsterniß, noch Nebel stören kann.
|
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22.
Aria |
Hemme dein gequältes Kränken, Spare DICH der guten Zeit, Die den Kummer wird versencken, Und der Lust die Hände beut: Schmerzen die am größten seyn, Halten desto eher ein.
|
ARIA
Hemme dein gequältes Kräncken, Spare Dich der guten Zeit, Die den Kummer wird versencken, Und der Lust die Hände beut: Schmerzen die am größten seyn, Halten desto eher ein.
|
Aria.
Hemme dein gequältes Kränken, Spare dich der guten Zeit, Die den Kummer wird versenken, Und der Lust die Hände beut; Schmerzen, die am größten seyn, Halten desto eher ein.
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Parodiebezug BWV3 244.1/13
|
|
23.
[Recitativo]
|
Nun scheiden wir,
Hochseelger LEOPOLD, von DIR.
DU aber nicht aus unserm Sinn.
Wir gehn nach unsern Hütten hin,
Und sammlen ängstlich auf der Erden
Mehr Asche zur Verwesung ein,
Und wünschen, wenn wir auch den Sold
Einst der Natur bezahlen werden,
So seelig und so sanfft, wie Unserm LEOPOLD,
So müß auch unser Ende seyn.
|
Nun scheiden wir,
Hochseelger Leopold, von Dir.
Du aber nicht aus unserm Sinn.
Wir gehn nach unsern Hütten hin,
Und sammlen ängstlich auf der Erden
Mehr Asche zur Verwesung ein,
Und wünschen, wenn wir auch den Sold
Einst der Natur bezahlen werden,
So seelig und so sanfft, wie Unserm Leopold.
So müß auch unser Ende seyn!
|
Nun scheiden wir,
Hochseelger Leopold, von dir.
Du aber nicht aus unserm Sinn.
Wir gehn nach unsern Hütten hin,
Und sammlen ängstlich auf der Erden
Mehr Asche zur Verwesung ein,
Und wünschen, wenn wir auch den Sold
Einst der Natur bezahlen werden,
So seelig und so sanft, wie unserm Leopold,
So müß auch unser Ende seyn!
Aria
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24.
Aria Tutti |
Die Augen sehn nach Deiner Leiche,
Der Mund rufft in die Grufft hinein:
Schlaffe sicher, ruhe fein,
Labe Dich im Himmelreiche!
Nimm die letzte Gute Nacht,
Von den Deinen die DICH lieben,
Die sich über DICH betrüben,
Die Dein Hertze werth geacht,
Wo Dein Ruhm sich unsterblich hat gemacht.
Da Capo.
|
ARIA Tutti
Die Augen sehn nach Deiner Leiche,
Der Mund rufft in die Grufft hinein:
Schlaffe süße, ruhe fein,
Labe Dich im Himmel Reiche!
Nimm die letzte Gute Nacht,
Von den Deinen die Dich lieben,
Die sich über dich betrüben,
Die Dein Hertze werth geacht,
Wo Dein Ruhm sich unsterblich hat ge=
macht.
Da Capo.
|
Aria Tutti
Die Augen sehn nach deiner Leiche,
Der Mund ruft in die Gruft hinein:
Schlaffe süsse, ruhe fein,
Labe dich im Himmelreiche!
Nimm die letzte Gute Nacht,
Von den Deinen, die dich lieben,
Die sich über dich betrüben,
Die Dein Hertze werth geacht,
Wo Dein Ruhm sich unsterblich hat gemacht.
Da Capo.
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Parodiebezug BWV3 244.1/68
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