Praeludium
Eine kurze bach-enblem Einführung

Diskographie der Werke Johann Sebastian Bachs
&
der Bach-Familie
Versuch einer Übersicht

von
Jochen Grob

  

Jesu Juva

  

Johann Sebastian Bachs
Werke liegen heutzutage in einer großen Fülle an Aufnahmen vor. So der erste Anschein. Zwar mag es sein, das Joh. Seb. Bach zu den mit am besten dokumentierten Komponisten gehört. Bei auch nur flüchtigem Betrachten der Diskographie fällt jedoch auf, das auch die im
Bach-Jahr 2000 als Gesamteinspielungen bezeichneten Aufnahmen bei weitem nicht wirklich vollständig sind. Obwohl hier einiges geleistet wurde. Trotzdem fehlten zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (2002) dieser Homepage
z. Bsp. Einspielungen der Frühfassung der Matthäus-Passion, oder die ver. Fassungen des Osteroratoriums, sowie Einspielungen der Missa Brevis, - einer Bearbeitung der Missa sine nomine Palestrinas durch Bach - um nur einiges zu nennen. Im wesentlich befasst man sich nur mit den
berühmten Werken Bachs, auch in Fassungen wie er sie niemals aufgeführt hat, so z. Bsp. die heute üblicherweise aufgeführte Mischfassung der vier ver. Fassungen der Johannes-Passion. Und so gibt es immer noch eine ganze Reihe an Werken von denen es wenige oder gar keine Aufnahmen gibt, und da nicht jede Aufnahme auch eine Gute ist, reduziert sich der verfügbar Bestand sehr schnell. Sinn und Zweck dieser Seiten soll daher nicht sein, eine möglichst große Anzahl an Aufnahmen darzustellen. Vielmehr soll das Werk Bachs soweit als möglich in seiner Gesamtheit erfasst werden. Hierzu wird versucht zu allen Werken, inklusive den überlieferten und fassbaren Fassungen, entsprechende Aufnahmen aufzuführen. Das BWV-Verzeichnis, das Bach-Compendium - so weit dieses bislang erschienen ist - und vor allem auch Kirsten Beißwengers Buch zur bachschen Notenbibliothek waren hierzu eine unerlässliche Hilfe, ohne deren Existenz wäre diese Seite nie zustande gekommen. Neben den sogenannten echten Werken Bachs in all ihren verschiedenen Fassungen, wurden bewusst alle fragmentarische, alle unechten und alle irgendwie mit Bach in Beziehung stehende Werk, soweit möglich ermittelt und aufgeführt.

 

Denn nur durch eine Gesamtschau kann der Kontext in dem Bach stand vermitteln werden. Nur so werden wir seine Werke - hoffentlich - richtig beurteilen können. Gerade die Werke anderer Komponisten, die Bach aufführte, bearbeitete, abschrieb und studierte sind für sein Werk und dessen Entwicklung wichtig (siehe das Kyrie der h-moll Messe.) Daher soll auch die Notenbibliothek Johann Sebastian Bachs soweit möglich rekonstruiert werden. Hierzu werden die Originalwerke erfasst,die eventuell durch Bach erstellten Einrichtungen, Bearbeitungen sowie in Bachs eigenen Werken verwendetes Themenmaterial aufgeführt. Auch die Bach irrtümlich zugeschrieben Werke werden gelistet, sind sie doch für das Verständnis der Bachrezeption und der älteren Bachliteratur von grosser Bedeutung. Auch verbirgt sich hier so manches musikalische Juwel. Sollten diese dem Vergessen anheim fallen, nur weil sie doch nicht vom" grossen JSB" stammen ?

Die Werke der Bach-Familie
Gleichfalls sollen die Werke der Bach-Familie mehr in das Zentrum der Musik um Johann Sebastian Bach rücken. Gerade durch den spektakulären Kiew-Fund von Christoph Wolff werden hier in den nächsten Jahren einige neue Aspekte wichtig werden und so soll auch das musikalische Erbe der Bach-Familie mit erfasst werden und soweit es die Quellenlage zulässt, ähnlich umfassend dargestellt werden. Im wesentlichen gelten hier die selben Kriterien wie bei Johann Sebastian Bach. Leider wurde die Bach-Familie bislang sowohl in diskographischer Hinsicht als auch bei den Noten-Editionen und in der Literatur eher stiefmütterlich behandelt. Mögen diese Seiten dazu beitragen hier den einen oder ander Musiker oder auch Musikwissenschaftler neugierig auf diese Werke zu machen.

Einige Hinweise
Die kirchenmusikalischen Werke, sind bewußt ihrer Zweckbestimmung nach geordnet, also der Liturgie des Kirchjahres folgend bzw. bei den weltlichen Werken dem zugedachten Bereich der Widmungträger und Auftragsgebern. Hierbei wurden Überschneidungen & Mehrfachnennungen in Kauf genommen. Hoffentlich helfen die Querverweise & Konkordanzen die ineinander verschlungenen oft komplizierten Beziehunggeflechte der einzelnen Werke besser zu erfassen.

 

 

Alle eindeutig unechten und fragmentarisch weitgehend nicht mehr rekonstruierbaren Werke sind gekennzeichnet, wenn bekannt wird der Komponist genannt.

Rekonstruktionen werden durch Anfügung eines grossen R an die Hauptnummer gekennzeichnet. Nach Möglichkeit wird der Ersteller der Rekonstruktion genannt.

Bei den Einspielung wurde bislang bewußt darauf verzichtet Bestellnummern zu erfassen - ab Oktober 2003 werden diese aufgrund der grossen Nachfrage nun doch erfasst - leider können die Bestellnummern aber wegen des großen Aufwandes nur schrittweise ergänzt werden, ebenso sind Aktualisierungen in diesem Bereich wegen des grossen Aufwandes nicht möglich, da der Medienmarkt leider so schnelllebig ist, daß solche Angaben eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Fast täglich werden Labels eingestellt und andere erscheinen neu auf dem Markt. Ein großer Teil der Aufnahmen verschwindet nach kurzer Zeit vom Markt um beim gleichen oder einem anderen Label wieder aufzutauchen, mit neuer Bestellnummer.
Aus diesem Grund werden die wichtigsten Interpreten,- in der Regel der Dirigent - oder die Solisten genannt, sowie das Label bei dem die Aufnahme erschien ist. Auch wird versucht das Aufnahmedatum zu nennen, da viele Wiederveröffentlichung, oft ohne Hinweis darauf, das es sich um eine solche handelt, mit neuen Erscheinungsdaten und Outfit wiederveröffentlicht werden. Im kundigen Fachhandel wird man die genannten Aufnahmen trotzdem wiederfinden, es sei den sie wurden ganz aus den Katalogen gestrichen. Bei Wiederveröffentlichungen sollte man die Aufnahmedaten vergleichen, die sich oft im Kleingedruckten der Booklets befinden.

- Ab Oktober 2003 werden auch die vielfältigen Tonträgerformate wie CD, SACD, SACD-Hybrid, Single Layer SACD, Double Layer SACD, DVD-Audio, DVD-Video erfasst. Ist kein Tonträgerformat genannt ist grundsätzlich
die CD gemeint.

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Diese Hompage ist ein ein Mensch-Projekt und ein Mensch
allein wird irren.
Herzlichen Dank an Herrn Sperber für zahlreiche
Anregungen und vor allem für seine Korrekturlisten.

In Errinnerung an Uli, herzlich Danken möchtet ich meinem Freund und dem grossen Cembalisten und heraussragenden Musiker Klaus Schulten, sowie Wiltrud und Claudia. Dank für viele Anregungen und schöne Stunden, vor allem aber auch für ihre unendlich grosse Geduld mit mir. Ihnen sei diese Hompage demütigst zugeneigt.

Jochen Grob

  

Soli Deo Gloria

 

 

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Quellen siehe Literaturverzeichnis

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